VERKEHRSRECHT

 

 

11.9.2017: Carsharing - Ein Auto teilen statt besitzen

In den vergangen Jahren ist das Carsharing für viele Autofahrer ein Trend geworden. Hierbei nutzen mehrere Personen gemeinsam ein Fahrzeug, welches entweder privat oder über einen öffentlichen Anbieter organisiert werden kann. Dadurch können nicht nur Kosten eingespart werden, sondern auch ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden. Bisher waren mit dem Carsharing hohe Kosten und eine meist anstrengende Parkplatzsuche verbunden – doch das soll sich jetzt ändern: Seit dem 01.09.2017 ist das neue Carsharing-Gesetz in Kraft getreten. Die Bundesregierung will mit dem neuen Gesetz das Carsharing als einen wichtigen Baustein nachhaltiger Mobilität unterstützen.

Durch das neue Gesetz sollen Maßnahmen zur Bevorrechtigung für das Carsharing ermöglicht werden um umweltschädliche Auswirkungen zu verringern. Es wird den örtlichen Straßenverkehrsbehörden die Möglichkeit geboten, dass sie separate Parkplätze für Carsharing Fahrzeuge zur Verfügung stellen und diese von den Parkgebühren befreit werden können. Carsharing Nutzern wird es künftig problemlos möglich sein, die Autos abzustellen und abzuholen, ohne dass damit anderweitige Kosten anfallen.

Speziell den stationsbasierten Carsharing-Anbietern soll im Rahmen eines wettbewerblichen Auswahlverfahrens die Möglichkeit eröffnet werden, Abhol- und Rückgabestellen an von ihnen ausgewählten Standorten in den öffentlichen Verkehr zu verlagern.

Des Weiteren sollen Carsharing-Fahrzeug  besonders gekennzeichnet werden, sodass diese Fahrzeuge im Straßenverkehr bevorrechtigt werden können.

Die Bundesregierung ist zuversichtlich: Die Kommunen zeigen großes Interesse an dem Konzept des Carsharings. Anfang 2016 waren bereits über eine Millionen Fahrzeugführer als Carsharingkunden registriert. Die Behörden erhoffen sich durch die neuen Regelungen eine stetig wachsende Anzahl von Anmeldungen.